HBC

Baufachtage an der Hochschule Biberach

Veranstaltungsort:

Hochschule Biberach
Karlstraße 6-11
88400 Biberach
Deutschland

Teilnahmegebühr:

kostenlos

Termindetails:

jeweils 09:00 Uhr - 12:30 Uhr

Veranstalter:

Hochschule Biberach

Die Baufachtage an der Hochschule Biberach finden am 17.11.2020 und 24.11.2020 online und kostenfrei statt.

  • 17.11.2020: Einheimischenmodelle: 09:00 Uhr - 12:30 Uhr
  • 24.11.2020: Öffentliches Vergaberecht 09:00 Uhr - 12:30 Uhr

 

Einheimischenmodelle (17.11.2020):

  • EU-Kompromiss und Einheimischenmodell – noch attraktiv?
    Referent: Dr. Wolfgang Patzelt
    Einheimischenmodelle sind in den hochpreisigen Regionen in Süddeutschland etabliert. Nun haben ein Urteil des EuGH und dann der sog. EU-Kompromiss zwischen der Bundesrepublik und EU-Kommission die jahrzehntelange deutsche Praxis umgeworfen. Für Städte und Gemeinde stellt sich die Frage, ob künftig Einheimischenmodelle noch umgesetzt werden sollen, und wenn ja, wie.
     
  • Aktuelle Problemkreise und Debatten im Kontext der kommunalen Baulandentwicklung
    Referent: Matthias Simon, Bayerischer Gemeindetag
    Demografische Entwicklungen, Konkurrenz am Flächenmarkt, Bodenschutzklausel, Vorrang der Innentwicklung, Bodenpreisspirale und eine harte Debatte um eine Novelle des Baugesetzbuchs. Baulandentwicklung sowie die Schaffung preisgedämpften, bedarfsgerechten und flächeneffizienten Wohnraums - gerade auch für die örtliche Bevölkerung – gewinnt zunehmend an Komplexität. Eine Einordnung der Debatten und Problemkreise.
      
  • Die aktuelle Rechtsprechung des VG Sigmaringen und des VGH BW bei der Bauplatzvergabe und bei der Umsetzung in der Praxis bei Städten und Gemeinden
    Referent: Prof. Dr. Andreas Staudacher, Rechtsanwalt
    Aufgrund der Flächenknappheit drängt die Baulandentwicklung in Städten und Gemeinden. Der Bundesgesetzgeber hat mit §13b BauGB eine einfache Möglichkeit gegeben Wohnbaugebiete auszuweisen. Diese stehen jetzt alle in der Umsetzun.g Städte und Gemeinden sind gefragt wie eine gerechte Bauplatzvergabe erfolgen kann. Hierzu ist auf die Rechtsprechung des EuGH und die aktuelle Rechtsprechung im Land zu achten.
     
  • Best Practice/ Praxis: Herausforderungen beim Verkauf kommunaler Bauplätze – Was muss eine Kommune bei der Vergabe von Bauland beachten.
    Referent: Stephan Mantz, Bürgermeister der Gemeinde Wain
    Zufallsprinzip, Windhundprinzip, Höchstpreisgebot, Einheimischenmodell oder das Ulmer Vergabemodell. Für die Kommunen ist es nicht einfach das passende Vergabeverfahren zu finden. Seit dem EuGH-Urteil vom 08. Mai 2013 sowie der aktuellen nationalen Rechtsprechung dürfen Grundstücke nicht mehr unter der ausschließlichen Bedingung der Ortsansässigkeit vergeben werden. Doch neben dem Vergaberecht spielt das Kommunalrecht sowie die EU-Datenschutzgrundverordnung und das Onlinezugangsgesetz ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Vergabe von Bauland.Der Referent Mantz Stephan, Bürgermeister von Wain stellt in seinem Vortrag die Stolpersteine bei der rechtssicheren Vergabe von Bauland vor und zeigt einen praktikablen Lösungsansatz auf. 
  • Podiumsdiskussion:
    Moderation: Ivo Gönner, Bürgermeister a.D. der Stadt Ulm, Rechtsanwalt

Öfffentliches Vergaberecht (24.11.2020)

  • Die Vergabe von Bau- und Planungsleistungen für die Realisierung von Breitbandprojekten
    Referent: Dr. Marcus Hödl, Rechtsanwalt
    Die Realisierung von Breitbandprojekten durch Kommunen im Rahmen sogenannter Betreibermodelle erfordert regelmäßig die Beauftragung eines Planungsbüros sowie einer oder mehrerer Baufirmen. Dabei überschreiten bereits Projekte mittlerer Größe den Schwellenwert, ab dessen Erreichen die Planungs- und Bauaufträge europaweit ausgeschrieben werden müssen, deutlich. Der Vortrag soll die Frage beleuchten, ob und inwiefern die Kommunen bei der Auftragsvergabe vergaberechtlichen Bindungen unterliegen und welche förderrechtlichen Besonderheiten bei der Vergabe von Planungs- Bauleistungen im Zusammenhang mit Betreibermodellen zur Realisierung von Breitbandprojekten zu beachten sind.
     
  • Vor- und Nachteile des Architektenwettbewerbs und innovative Alternativen bei der Vergabe von komplexen Architektenleistungen
    Referenten: Andreas Pannier und Axel C. Sperling, Rechtsanwälte
    Der Reiz des Architektenwettbewerbs liegt in der Heraushebung des jeweiligen geplanten Projekts. Mit dem Architektenwettbewerb wird ein großes fachliches und öffentliches Interesse auf die geplante Baumaßnahme gelenkt. Insbesondere interessierte Bürger werden über die öffentliche Präsentation der Ergebnisse des Wettbewerbs in die Verfahren einbezogen. Auch erhält der Auftraggeber im Bestfall einen breiten Überblick über mögliche Lösungsansätze für die gestellte architektonische Aufgabe.
    Die Erfahrung aus der Praxis zeigt aber, dass insbesondere mittlere und kleine Kommunen mit der Durchführung von Architektenwettbewerben überfordert sind. Die Durchführung solcher Wettbewerbe birgt eine Vielzahl von erheblichen rechtlichen Risiken für den Auftraggeber. Oftmals werden die Ergebnisse der Wettbewerbe von den Auftraggebern als unbefriedigend empfunden. Zudem sind Architektenwettbewerber in der Durchführung teuer und sehr zeitaufwendig.
    Der Vortrag will daher einen Alternativvorschlag unterbreiten, wie mit innovativen Lösungsansätzen im Rahmen „gewöhnlicher“ VgV-Verhandlungsverfahren komplexe Architektenleistungen vergeben werden können. Es werden Konzepte vorgestellt, wie die Vorteile des Architektenwettbewerbs in ein Verhandlungsverfahren integriert werden können, ohne die zeitlichen und kostenmäßigen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Abschließend werden Entscheidungshilfen gegeben, welche Projekte sich für welche Vergabeart eigenen.
  • Best Practice/ Praxis: GU-Vergabe - „Bauen aus einer Hand“
    Referent: Daniel Nikolaidis, Stadtrechtsdirektor, Abteilungsleiter - Zentraler Einkauf und Vergaben der Stadt Mannheim
    Zahlreiche Bauprojekte der öffentlichen Hand in den vergangenen Jahren waren, nicht nur bei den allseits bekannten Großbauvorhaben, immer wieder von Bauzeitverlängerungen und explodierenden Kosten geprägt. Ein erfolgversprechendes Gegenmittel scheint häufig die GU-Vergabe zu sein, sofern sich diese im Einzelfall vergaberechtlich mit Blick auf das Mittelstandsgebot begründen lässt. Welche Möglichkeiten aber auch Fallstricke bietet das Bauen aus einer Hand?

  • Best Practice/ Praxis: Transparenz und Finessen bei der Vergabe - Schwerpunkt VgV-Verfahren (oberhalb des EU-Schwellenwertes)

  • Referent: Christian Buck, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft der Stadt Kempten
    Im Rahmen der Vergabe von öffentlichen Aufträgen gibt es Klippen und Fragestellungen, die bisher weniger im Fokus stehen und dennoch zur Fehleranfälligkeit beim Vergabeverfahren führen. Insbesondere fehlende Transparenz und die Pflicht zur Veröffentlichung bestimmter Entscheidungsprozesse können sich als Fehlerquelle erweisen. Erfahrungen aus der Praxis werden im Vortrag aufgezeigt.
  • Podiumsdiskussion:
    Moderation: Ivo Gönner, Bürgermeister a.D. der Stadt Ulm, Rechtsanwalt

Hier finden Sie die Broschüre der Baufachtage zum Download.

Bei Fragen steht Ihnen unsere Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung

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Bühnenbild: shutterstock

 
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